Kantendetektion psychologie
In der Physiologie ist visuelle Wahrnehmung die Aufnahme und Verarbeitung von visuellen Reizen, bei der über Auge und Gehirn eine Extraktion relevanter Informationen, Erkennung von Elementen und deren Interpretation durch Abgleich mit Erinnerungen stattfindet. Somit geht die visuelle Wahrnehmung weit über das reine Aufnehmen von Information hinaus. Physiologische Einzelheiten zum Wahrnehmungsapparat finden sich unter visuelles System.
Die Wahrnehmungstheorie von Euklid — v. Die Sehlinien gehen nach dieser Theorie vom Auge aus und bestimmen die Wahrnehmung. Die Wahrnehmungstheorie von Empedokles — v. Die von den Poren heute würde man sagen Pigmente der Dinge ausgehenden Einflüsse, eine Art von Strahlungen, die durch das Licht beeinflusst heute würde man sagen reflektiert werden, dringen in die Sinnesorgane ein, und werden wahrgenommen, wenn sie dort eine Entsprechung finden Gleiches wird durch Gleiches erkannt.
Sie bezieht sich aus heutiger Sicht auf die periphere Wahrnehmung, die ja auch auf den Betrachter einwirkt, selbst wenn dieser gar nicht hinschaut. Er stellte als Erster die Hypothese auf, dass die Sehwahrnehmung im Gehirn und nicht im Auge stattfindet. Durch Versuche wies er nach, dass die Wahrnehmung durch die persönliche Erfahrung eines Menschen beeinflusst wird.
Leonardo da Vinci — erkannte als Erster die optische Besonderheit des menschlichen Auges. Zu dieser Ansicht gelangte Leonardo durch Beobachtungen und mit Hilfe von optischen Experimenten. Hermann von Helmholtz [6] wird oft als Vater der modernen visuellen Wahrnehmungstheorie betrachtet. Er verglich das Auge mit optischen Geräten und fand seine Konstruktionsmerkmale sehr primitiv.
Theoretisch konnte das Auge gar keine brauchbaren Sehresultate liefern. Das Studium der optischen Täuschungen hat gezeigt, welche unbewussten Schlüsse im Wahrnehmungsvorgang enthalten sein können. Eine andere Art unbewusster Schlüsse basiert auf der Wahrscheinlichkeitsempfindung, welche durch die Häufigkeit bereits gemachter ähnlicher Wahrnehmung bestimmt wird.
Durch den dioptrischen Apparat des Auges wird auf der Netzhaut ein seitenverkehrtes und auf dem Kopf stehendes Bild erzeugt. Die Lichtreize werden von den Sinneszellen der Retina , den Stäbchen Helligkeit und Zapfen Farbsehen , registriert. Zapfen und Stäbchen bilden bei Lichteinfall ein Membranpotential , das über bipolare Zellen an Ganglienzellen weitergeleitet wird.
Jede Ganglienzelle verarbeitet Informationen aus einem rezeptiven Feld einem räumlich begrenzten Bereich der Retina. Es gibt zwei Haupttypen von Ganglienzellen, On- und Off-Center-Zellen, welche vor allem bei der Kantendetektion eine wichtige Rolle spielen. On-Center-Zellen sprechen an, wenn Licht in das Zentrum des rezeptiven Feldes fällt, und senken ihre Feuerrate, wenn periphere Bereiche des Feldes stärker belichtet werden.
Off-Center-Zellen verhalten sich genau andersherum und feuern verstärkt, wenn Lichtreize in Randbereichen des rezeptiven Feldes aufgenommen werden. Die Informationen von den Ganglienzellen werden über die Sehbahn zum linken und rechten seitlichen Kniehöcker geleitet. Der Output der On- und Off-Center-Zellen wird in den seitlichen Kniehöckern so verschaltet, dass Kanten also Bereiche, in denen ein Helligkeitswechsel stattfindet oder Balken Helligkeitswechsel und Rückkehr zur Ausgangsintensität extrahiert werden.
Die aufbereiteten Informationen werden von den seitlichen Kniehöckern auf den visuellen Cortex projiziert. Diese Aufbereitung der Signale umfasst auch eine Steigerung des Kontrastempfindens über Rückkopplungsvorgänge, welche dafür sorgen, dass gleichzeitig zur Kontrastverstärkung die hohe Lichtempfindlichkeit gewahrt bleibt [9]. Die Raumwahrnehmung stützt sich auf mehrere Verfahren, um aus dem zweidimensionalen Bild auf der Netzhaut eine Repräsentation der dreidimensionalen Welt zu erstellen.
Durch das stereoskope Sehen können Rauminformationen aus den leichten Unterschieden zwischen den vom Augenpaar aufgenommenen Bildern konstruiert werden. Bewegt sich der Betrachter relativ zu Gegenständen im Raum, so bewegen sich die Abbilder auf der Netzhaut umso langsamer, je weiter der Gegenstand vom Betrachter entfernt ist. Daneben kann räumliche Wahrnehmung über den Texturgradienten stattfinden, d.
Bevor Objekte erkannt und interpretiert werden können, muss erst aus den Informationen extrahiert werden, wo sich Objekte befinden und welche der erkannten Linien zu einem Objekt gehören. Diese Gestaltheuristiken auch Gestaltprinzipien ; der historische Begriff Gestaltgesetze sollte allerdings vermieden werden funktionieren alle nach dem Prinzip eine möglichst prägnante Lösung zu finden Gestaltpsychologie :.
In der Objekterkennung werden die extrahierten Objekte interpretiert und können mit Erinnerungen abgeglichen werden. Ein Objekt kann mit einer bestehenden Erinnerung durch eine Merkmalanalyse abgeglichen werden. In diesem Modell wird vorausgesetzt, dass eine Form oder ein Objekt in einen Satz abstrakter Merkmale repräsentiert wird. Der Buchstabe K hat z.
Dieses Modell ist dem eines Schablonenabgleichs dadurch überlegen, dass auch abgeänderte Muster erkannt werden. Unter all diesen Transformationen bleiben die Merkmale jedoch gleich. Zudem entspricht der Merkmalsabgleich der Encodierung durch die Ganglionzellen Extraktion von Linien [10]. Bei der Zuordnung findet das eigentliche Erkennen statt.
Das Objekt wird eingeordnet und repräsentiert dann ein Objekt einer Kategorie wie z. Das Erkennen von Gesichtern zählt zu den wichtigsten sozialen Wahrnehmungsleistungen des Menschen. Gesichter müssen im Gegensatz zu vielen Alltagsobjekten singulär identifiziert werden und sind daher eine besondere Art von Wahrnehmungsschemata. Zur Gesichtserkennung dient aber nicht nur die Einprägung von konkreten Merkmalen z.
Wie wichtig die Konfiguration von Merkmalen ist, konnten Leder und Bruce belegen. Probanden sollten sich verschiedene Gesichter einprägen und wurden danach abgeprüft. Dabei wurden ihnen die Bilder sowohl aufrecht als auch auf dem Kopf stehend gezeigt. In dieser umgekehrten Position waren es vor allem die Relationen zwischen den Merkmalen, die es den Probanden ermöglichten, die Gesichter zu erkennen.
Wie bereits aus der Gehirnforschung bekannt ist, ist bei Verletzung oder Schädigung bestimmter Kortexareale die Identifikation von bekannten Gesichtern nicht mehr möglich Prosopagnosie. Dies legt die Theorie nahe, dass die Wahrnehmung von Gesichtern wohl durch spezialisierte Kortexfelder unterstützt wird. In den Jahren nach wurden vermehrt Blickbewegungen aufgezeichnet und analysiert, z.
Der Hintergrund ist durch peripheres Sehen unscharf. Trotzdem kann man erkennen, dass es sich um eine Szene in einem Zimmer mit Personen handelt. Alle folgenden Fixationen springen von Gesicht zu Gesicht. Eine wesentliche Tatsache: Die menschliche Wahrnehmung ist heuristisch und nicht linear d. Auf rechnerischer Ebene wurde von David Marr in der er Jahren eine Theorie der Verarbeitung der Seheindrücke zur visuellen Wahrnehmung im Gehirn erstellt, die im Bereich der künstlichen Intelligenz ihre Anwendung findet.
Diese Theorie wurde niemals experimentell überprüft. Eine neurophysiologisch orientierte Theorie der visuellen Wahrnehmung ist exemplarisch im Artikel Wahrnehmung dargestellt. Tiefensensibilität Viszerozeption Weitere: Gleichgewichtssinn Zeitsinn Magnetsinn. Visuelle Analogskala Visuelle Allästhesie Visuell evoziertes Potential Visualisierung Visuelle Wahrnehmung Visueller Cortex Visueller Neglect Visuelles System Visuomotorik Biologie spezial Wir Primaten!
Alles über Primaten Die Feuchtnasenaffen Die Trockennasenaffen Primaten in Gefahr Anatomie der Primaten Verhalten von Primaten Soziale Primaten Lebensräume Evolution der Primaten Die Katze Naturgeschichte der Katzen Evolution der Katzen Wilde Katzen Domestizierung der Katze Die intelligentesten Tiere der Welt Warum Primaten spielen Natur und globale Erwärmung Die Paläogenetik in der Urmenschenforschung Haustiere artgerecht halten Photovoltaik: Tierschutz und grüne Energie Wein - von der Traube bis zur Flasche Die frühkindliche Entwicklung Altbauten - baubiologische Dämmung Die moderne Hypnopse Die Tierwelt Australiens Biologische Poolreinigung Wasserstoffautos - die neue Zukunft?
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Klimawandel bedroht Polardorschbestände in der Arktis. Weitergeleitet von Gesichtssinn. Übergeordnet Wahrnehmung Gene Ontology QuickGO. Hausführung Ibn al-Haytham: First Scientist , Chapter 5. Morgan Reynolds Publishing. ISBN In: Perception. Jahrgang, , S. In: American Journal of Islamic Social Sciences. Jahrgang, Nr. Dokumentation der Leonardo-da-Vinci-Ausstellung in Mailand Lüttke-Verlag Berlin o.
Nachdruck Emil Vollmer Verlag Die Dioptrik des Auges , 3. Gullstrand; J. Mai Abgerufen am 5. American Educational Research Association, 2 4 , , — Visuelle Informationsaufnahme und Intelligenz: Eine Untersuchung über die Augenfixationen beim Problemlösen. News mit dem Thema Visuelle Wahrnehmung.
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