Psychologie angst vor clowns
Sogenannte Horror-Clowns verbreiten Angst und Schrecken — am Wochenende wurden aus mehreren deutschen Städten Vorfälle gemeldet. Die Horror-Clowns sind dabei nicht zimperlich, es kam auch schon zu Körperverletzungen und Diebstahl. Die Gewerkschaft der Polizei spricht bereits von "schwersten Straftaten" - und auch die Politik ist alarmiert. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann CSU sagte der "Passauer Neuen Presse", jeder Fall werde konsequent verfolgt und entsprechend geahndet.
Dahinter steckt immer ein Mensch Matthias Moser ist ein Horror-Clown. Der Grafiker verkleidet sich in seiner Freizeit und jagt den Menschen Angst und Schrecken ein. Allerdings nur solche, die ihn gebucht haben und dafür bezahlen. Moser tritt mit der Wiener Performance- und Theatergruppe Nesterval auf. Lesser Für das Horror-Clown-Phänomen hat Moser kein Verständnis.
Das könne man nur verurteilen, die Opfer kämen hier ja unfreiwillig in einen "Gruselgenuss", was die Situation für beide Seiten unberechenbar mache. Und wenn er nach dem Spiel die Maske abnehme, seien einige doch froh, dass dahinter ein Mensch stecke. Woher kommt die Angst? Aber woher kommt es eigentlich, dass sich viele Menschen vor Clowns fürchten?
Die Ambivalenz, dass sich diese als gut angelegte Figur als böse entpuppt, mache die Faszination aus. Auch betont Moser, dass die Generation der Mitte Jährigen mit dem kindertötenden Clown "Pennywise" aufgewachsen sei, der aus Stephen Kings Roman "Es" stammt und in diesem eine ganze Kleinstadt terrorisierte. Das veröffentlichte Buch wurde verfilmt.