Psychologie zähne kauen

Zähne und Psyche stehen in einer Wechselwirkungsbeziehung. Um bei Knirschen die Zahnsubstanz vor Schäden zu schützen, kann eine individuell angefertigte Kunststoffschiene helfen. Karies, freiliegende Zahnhälse, der Durchbruch von Kinder- oder Weisheitszähnen: All das kann richtig weh tun - höllisch sogar. Aber die Ursache ist in diesen Fällen meist schnell gefunden, weil man sie sehen und lokalisieren kann.

Zahnschmerzen können aber auch auftreten, obwohl Zähne, Zahnfleisch und Kiefer völlig gesund sind. Dann strahlt der Schmerz von anderen Körperpartien in die besonders empfindliche Mundpartie aus: von einer entzündeten Nasennebenhöhle bei einer Erkältung im Winter; aus Richtung Ohr bei einer Mittelohrentzündung; und in seltenen Fällen sogar aus dem Brustkorb bei Herzerkrankungen. Zahnprobleme können einem rund um die Uhr das Wohlbefinden rauben und einem aufs Gemüt schlagen.

Wenn Stress, Kummer oder Ängste zu lange verdrängt statt verdaut werden, kann es sein, dass sich die geplagte Psyche durch physische Beschwerden Gehör verschafft — zum Beispiel durch Schmerzen in den Zähnen. Knirschen: Nicht bewältigte Stress-Situationen können zu Knirschen oder angespanntem Zusammenpressen der Zähne führen. Fast alle Menschen Knirschen gelegentlich mit den Zähnen.

Dies geschieht meist unbewusst — tagsüber in Stressituationen, die an frühere erinnern, und nachts im Schlaf bei inneren Verarbeitung von inneren Themen und Problemen. Etwa fünf Prozent der Deutschen knirschen allerdings so stark, dass es die Zähne angreift. Erst werden die Höcker auf den Zähnen abgerieben, später der Zahn selbst.

Zähne können sich lockern und ausfallen. Die Muskeln im Mund gehören zu den stärksten im menschlichen Körper überhaupt. Beim Knirschen oder Zusammenpressen der Zähne werden enorme Kräfte frei. Auf den Backenzähnen kann hier leicht ein Druck von über kg entstehen — das Zehnfache wie im Normalfall. Die Zahnwurzeln im Kiefer werden extrem belastet und drücken auf den Knochen, die Kaumuskulatur verspannt und verhärtet sich.

Anhaltende Kiefergelenk-, Gesichts- oder Kopfschmerzen können die Folge sein. Bei einer zahnärztlichen Untersuchung wird man wahrscheinlich keine Ursachen finden. Die Zahnprobleme sind hier Folge, nicht Ursache der seelischen Verspannung. Behandlungsmöglichkeiten: Zahnmedizinisch können die Zähne mit einer Kunststoff-Schiene geschützt werden, die nachts zwischen die Zahnreihen von Ober- und Unterkiefer gesteckt wird.

Mit psychotherapeutischer Hilfe können die Belastungen und der Stress erkannt und abgebaut oder in eine andere, nicht gesundheitsschädliche Richtung zum Abreagieren umgelenkt werden. Stress reduziert die Speichelproduktion, die Remineralisation der Zähne verändert sich. Die Zähne werden dadurch anfälliger für Karies.

Durch die verminderte Speichelproduktion steht auch weniger Immunglobulin A Antikörper zur Verfügung, dadurch entstehen leichter Entzündungen zum Beispiel am Zahnfleisch. Gleichzeitig steigt der Anteil eines Immunbestandteils Interleukin- 1Beta an, der die Knochenzerstörung fördert und zu Parodontose führen kann. Eine Kieferseite ist nicht schmerzfrei belastbar, obwohl kein Zahn auf Drucktest reagiert.

Wenn zahnärztliche wie ärztliche Diagnose nichts ergeben, spricht vieles für eine Fehlprogrammierung im Schmerzgedächtnis. Hier können geeignete psychotherapeutische Verfahren helfen. Es kommt vor, dass der Zahnarzt trotz sorgfältiger Untersuchungen keine organischen Ursachen für ein zahnmedizinisches Problem findet und eine ambulante Psychotherapie angeraten ist.

Zahnärztehaus Berlin-Halensee. Terminvereinbarungen: 89 00 Es gibt auch Psychotherapeuten, die auf psychosomatische Probleme im Zusammenhang mit Zähnen spezialisiert sind. Bei der Psychotherapeutensuche hilft das Servicetelefon der Psychotherapeutenkammer Berlin Tel. Der "Tag der Zahnschmerzen" ist ein weltweiter Aktionstag und findet jedes Jahr am 9. Februar statt.

Zähneknirschen kann vielfältige Ursachen haben — häufig steckt emotionaler Stress dahinter. Zähneknirschen ist ein klassisches Stress-Symptom. Für Zahnärzte ergibt sich daraus offenbar ein gutes Geschäft: Die Zahl der Aufbiss-Schienen ist nach Barmer-Informationen seit sprunghaft gestiegen. Karies macht Zahnschmerzen. Und die Behandlung beim Zahnarzt mit Karies-Entfernung und Füllung sollte das Problem normalerweise lösen.

Zähne können aber auch nach der Behandlung weiter weh tun. Was die Ursachen sein können — und was man tun kann und sollte. Mehr Kliniken. Tag der Zahnschmerzen. Wenn die Seele Zahnschmerzen macht. Freitag, 8. Februar — Autor: zdr. Zahnschmerzen ohne körperlichen Befund oder nächtliches Zähneknirschen sind oft ein Hilferuf der Seele.

Stress, Ängste oder unbewältigte innere Konflikte können Ursachen für solche psychosomatischen Beschwerden sein. Helfen können hier spezialisierte Zahnärzte und Psychotherapeuten. Zähneknirschen gefährdet die Zahnsubstanz Knirschen: Nicht bewältigte Stress-Situationen können zu Knirschen oder angespanntem Zusammenpressen der Zähne führen. Stress und seine Folgen für die Mundgesundheit Stress reduziert die Speichelproduktion, die Remineralisation der Zähne verändert sich.

Mehr zum Thema bei Gesundheitsstadt Berlin. Zähneknirschen kein Hinderungsgrund für Implantate. Kiefergelenkserkrankungen und Zähneknirschen sind keine Kontraindikation, sagte Hauptkategorie: Medizin. Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Angst , Stress , Psychische Krankheiten , Psychotherapeuten , Psychologie , Schmerzen , Kopfschmerzen , Zähneknirschen , Zahnmedizin.

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