Risiko definition psychologie

Unsere Gesellschaft unternimmt einiges, um z. Wir alle werden täglich mit diesem Wechselspiel aus Chancen und Gefahr en in gesundheitlicher, finanzieller und sozialer Form konfrontiert. Die derzeit finanziell günstigeren fossilen Energien tragen zur globalen Erwärmung bei und sind für erhöhtes Auftreten von Krebs- und Allergiekrankheiten mitverursachend. Frühverrentung übertragen.

Welche psychologischen Erklärungsmuster stehen für diese Verhaltensweisen zur Verfügung, und wo sind mögliche Ansatzpunkte, um Risikoverhalten zu optimieren. Das Konzept des Risiko s begleitet die Menschheit seit Anbeginn der aufgezeichneten Geschichte. Die Asipu in Mesopotamien zeichneten wahrscheinliche wirtschaftliche Konsequenzen von Gewinn und Verlust bereits v. Im Codex des Hammurabi wurde schon v.

Solche Versicherungen hielten sich bis in die Neuzeit. Statistisch bedeutsame Auswertungswege wurden erst mit dem frühen Eine Unterscheidungskategorie ist die zwischen subjektivem und objektivem Risiko. Objektiv ist die Wahrscheinlichkeit , an einem Kernkraftswerksunfall, an BSE oder bei einer Flugreise tödlich zu verunglücken, sehr viel geringer, als bei der alltäglichen Benutzung des PKW.

Subjektiv dagegen erscheint einigen Menschen die Gefahr aus diesen fremdkontrollierten Risikobereichen viel drastischer als die Gefahr en, die aus den Tätigkeit en resultieren, die sie selbst kontrollieren. Diese Unterscheidung wird besonders dann wichtig, wenn es um Regularien, Gesetz e und die Kommunikation von Risiken geht. Vorher war das Risiko objektiv gleich hoch, aber subjektiv für die Allgemeinheit nicht vorhanden.

Eine weitere Unterscheidungstaxonomie betrifft das individuelle Risiko gegenüber den gesellschaftlichen Risiken. Völlig ungeklärt sind z. Sowohl physische Risiken durch Mutation en einerseits und verbesserte Krankheitsbekämpfung andererseits gehen in die Risikoabschätzung ein, wie die ethisch-sozialen Überlegungen, wann ein Mensch ein Mensch wird, wie mit Klonen umzugehen ist, oder ob es sich eine Gesellschaft wirtschaftlich leisten kann, von der Konkurrenz in diesem Zukunftsbereich überflügelt zu werden.

Weder sei vorhersagbar, welche positiven Nebenprodukte entstehen, noch aus welcher Kombination von Fehler n Katastrophe n erwachsen können. Beides wird am Verhalten kleiner Kinder deutlich. Diese ist von den jeweiligen Situation en, von den persönlichen Erfahrung en und von der Persönlichkeitsstruktur abhängig.

Diese Komponenten geben bereits die Wahrnehmung jeder Risikosituation vor. Wird eine Diskrepanz zwischen dem wahrgenommenen oder erlebten Risiko und dem erwünschten erfahren, so entsteht eine Motivation , diese Diskrepanz aufzulösen. Risikowahrnehmung , - bewertung , - kommunikation Yates gibt einen Überblick über den Stand der Risikowahrnehmungsforschung und beschreibt die Vorurteile und Denkmuster, welche die Risikowahrnehmung und Entscheidung beeinflussen.

Diese sind z. Glaube an Schicksal , Schutzengel, Astrologie , Überschätzung der Erfolgschance bei hohen Gewinnen, Lotterien , Illusionäre Kontrolle oder Kompetenz , Wahrnehmungsfehler z. Rohrmann und Renn nennen als Zweck der Risikokommunikation die Identifizierung und Diskussion von unbekannten, kontroversen oder unklaren Risikoaspekten z.

B Genforschung , Einstellungs- und Wissensänderungen z. BSE, AIDS , Verhaltensänderungen z. Umweltschutz , Präventionsbereitschaft z. Impfungen und Vorbereitung auf Katastrophe n z. Sie zeigen ebenfalls deutliche interkulturelle Unterschiede in der Risikowahrnehmung und - bewertung auf. So werte n Briten die Gefahr en der Atomenergie beim Transport am höchsten, Ungarn bei der Betreibung der Kraftwerke und US-Amerikaner bei den Umweltfolgen.

Risikokommunikation fördert auch den kompetenten Umgang mit Risiken Risikopotential , Kommunikation. Im Bereich des Arbeits- und Gesundheits-, Brand- und Umweltschutzes sowie der Verkehrssicherheit und anderen Feldern, die sich mit der Abwendung von Gefahr en beschäftigen, werden Risikomanagementsysteme erfolgreich eingesetzt. Risikokompetenz bedeutet, die optimale Strategie zu nutzen.

Literatur Cohen, M. Conquering Investment Risk in the Wall Street Garden of Ed en. Flower Valley Press. Perrow, C. New York: Basic Books. Rohrmann, B. Risk perception research. An introduction. In: O. Rohrmann Hrsg. Dordrecht: Kluwer Academic Trimpop, R. The Psychology of Risk-Taking Behavior. New York, Amsterdam: North Holland, Elsevier.

Zuckerman, M. Sensation Seeking : Beyond the Optimal Level of Arousal. Hillsdale: Lawrence Erlbaum. Obenstehenden Artikel als fehlerhaft melden und bei unserer Redaktion zur Bearbeitung vormerken. Das freie Lexikon der Psychologie. Professionell dargeboten und kostenlos zugängig. Überarbeitete Ausgabe. Psychologielexikon Risiko.

Autor: Julia Schneider-Ermer. Vorhergehender Fachbegriff im Lexikon:. Nächster Fachbegriff im Lexikon:. Risiko- und Schutzfaktorenmodell. Modernes Studium der Psychologie sollte allen zugängig gemacht werden.