Psychologie grundbedürfnisse buch gesehen sein
Was wollen wir Menschen eigentlich? Mit dieser Frage haben sich schon etliche Psychologen beschäftigt. Sie sind auch fündig geworden. Um den Fund eines Psychologen soll es in diesem Artikel gehen. Der bekannteste Vertreter ist Abraham Maslow. Er entwickelte im 20 Jahhundert die relativ bekannte Maslowsche Bedürfnispyramide. Sie gibt uns einen ersten Einblick darüber, wonach Menschen streben und was sie sich wünschen.
Die Einzelnen Stufen dieser Pyramide werden nicht, wie eine Treppe erklommen, sondern sie überschneiden sich vielmehr. Wir interessieren uns noch immer für Essen und Schlaf, auch wenn wir bereits die Stufe der Sicherheit erlangt haben. Die verschiedenen Bedürfnisse überlagern sich. Natürlich würden wir alle am liebsten ganz oben auf dieser Pyramide stehen.
Aber leider ist das meistens nicht der Fall. Meistens befinden wir uns meistens tiefer als wir denken. Viele Menschen üben einen Beruf aus, der ihnen gar nicht so richtig Freude bereitet. Klar, sie müssen Geld verdienen Sicherheitsbedürfnis und wollen vielleicht auch Karriere machen soziales Bedürfnis. Darüber hinaus üben viele Menschen einen Beruf aus, der ähnlich zu dem der Eltern ist soziales Bedürfnis.
Was viele als Selbstverwirklichung begreifen ist in Wahrheit das Streben nach Sicherheits- und sozialen Bedürfnissen. Ein anderes Indiz dafür ist der Wunsch reich zu sein und nie wieder arbeiten zu müssen. Reich sein bezieht sich auf ein Sicherheitsbedürfnis. Nie wieder arbeiten zu müssen bedeutet, dass man vorher nichts gemacht hat, dass dem eigenen Wesenskern entspricht.
Wir kennen keinen Millionär, der den ganzen Tag faul in der Sonner liegt. Das entspricht nicht unserem Wesen. Ein paar Monate Auszeit, das kennen wir. Doch nach einer gewissen Zeit packt die Menschen die Unzufriedenheit. Sie wollen etwas tun, sich engagieren. Das sieht man immer wieder. Wer also den Wunsch hat, nie wieder arbeiten zu müssen, hat nach unserem Verständnis noch nicht einmal an der Stufe der Selbstverwirklichung geschnuppert.
Diese Leute können sich noch nicht einmal vorstellen, wie es sein kann, aus reiner Freude an sinnvoller Produktivität tätig zu sein. Es ist auch gar nichts Negatives, wenn man sich darüber bewusst wird, dass man weiter unten rangiert als gedacht. Im Gegenteil. Es braucht richtig viel Mut. Hat ein Mensch erst einmal erkannt, dass er mit seinem Verhalten vorrangig diese beiden Stufen bedient, dann ist bereits viel gewonnen.
Solche Menschen haben vielen anderen Menschen einen Wissensvorsprung voraus. Sie haben ein Stück Verblendung aufgegeben und können sich an die eigentliche Arbeit machen. Sie haben einen klaren Blick auf ihre eigentlichen Bedürfnisse. Vielleicht merken sie, dass sie Mode und eine chice Wohnung nur dazu gebraucht haben, um Anerkennung von anderen zu erhaschen.
Ich kann dich leiden. Wir erleben coole Sachen. Brauchen wir keine Umwege für das Erfüllen unserer Bedürfnisse mehr, können wir sie viel leichter und energiesparender erreichen. Wir beginnen uns nach oben zu entwickeln. Ein solcher Weg bleibt Menschen verschlossen, die glauben, dass sie sich bereits selbst verwirklichen. Allerdings braucht es auch Mut, direkt auf ein Bedürfnis zuzugehen.
Frage mal beispielsweise deinen Partner, ob er dir Aufmerksamkeit zukommen lassen kann. Das ist für manche Menschen mitunter eine Herausforderung. Wir glauben, dass die meisten Menschen erst einmal ihre 2. Stufe ausbauen können, also die Sicherheits und sozialen Bedürfnisse. Dabei gehen wir von uns selbst aus.
Viele Wünsche beziehen sich auf einen Mangel dieser Stufe. So wie bei Robin, die gern soziale Anerkennung haben will. Daniele steht sogar noch eine Stufe tiefer. Mit seiner arroganten Haltung sind ihm Beziehungen zu anderen Menschen oft noch nicht sooo wichtig. Er will oftmals noch lieber Recht haben als wertvolle Beziehungen. Recht haben bezieht sich auf Sicherheitsbedürfnisse.
Hat er mal Unrecht, kann er das überhaupt nicht leiden. Es bedroht sein Weltbild. Das bringt ihn manchmal aus seiner Mitte. Lass uns nun ein paar Stufen der Maslow-Pyramide genauer betrachten. Grundlegend sind unsere körperlichen Bedürfnisse. Kurz gesagt: Ohne Verpflegung, keine Bewegung. Wenn du keine Luft zum Atmen hast, kein Essen oder Wasser, dann richtet sich deine ganze Aufmerksamkeit darauf, das zu beschaffen.
Wir gehen davon aus, dass du diese Stufe erfolgreich gemeistert hast. Sonst würdest du dieses Buch nämlich nicht lesen, sondern schauen, wie du einen Apfel aus dem nächsten Supermarkt stibitzen könntest. Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Vimeo. Mehr erfahren. Video laden.
Vimeo immer entsperren. Ist unser Bedürfnis nach körperlicher Versorgung weitestgehend gestillt, tritt das Sicherheitsbedürfnis in den Vordergrund. Dieses beinhaltet unter anderem, dass du ein Dach über dem Kopf hast und nicht fürchten musst, im nächsten Moment ohne alles dazustehen. Sparen beispielsweise erfüllt unser Bedürfnis nach finanzieller Absicherung.
Manche wiederum brauchen das Sparen nicht. Sie erfüllen sich ihr Sicherheitsbedürfnis, indem sie einen Helm beim Radfahren aufsetzen. Das Bedürfnis nach Sicherheit nimmt bei Menschen unterschiedliche Facetten an. Diese Neigungen sind Ausdruck unseres Bedürfnisses nach Sicherheit. Allerdings wird das im Zusammenhang mit der Bedürfnispyramide so gut wie nie erwähnt. Aus diesem Grund ziehen wir uns ein weiteres Konzept heran.
Die psychologischen Grundbedürfnisse. Sie wird in allen Bereichen eingesetzt, wo das Miteinander verbessert werden soll. An Schulen, in Unternehmen und auch bei der Persönlichkeitsbildung. Die psychologischen Grundbedürfnisse kennen auch das Bedürfnis nach Sicherheit. Dieses psychologische Grundbedürfnis hilft uns dabei, Reize aus der Umwelt einzuordnen.
Wir bewerten und interpretieren sie. Damit verschaffen wir uns Orientierung und Handlungssicherheit. Die brauchen wir, um unseren Alltag zu regeln und somit unser Überleben zu sichern. Das interpretierst du als ein Stop-Signal an der Ampel. Es gibt dir eine Struktur. Stell dir vor, wir hätten diese Fähigkeit nicht. Dann könnten wir beispielsweise nicht unterscheiden zwischen Nahrung und nicht Essbarem.
Vielleicht würdest du dir eine Glasscherbe in den Mund stecken und auf ihr herumkauen. Du wüsstest ja nicht, das Glas zu den nicht essbaren Dingen gehört. Als kleines Kind entwickeln wir ein Selbstbild , ein Bild über andere Menschen und die Welt an sich. Dieses Wertesystem gibt uns eine Grundstruktur, an der wir uns orientieren können.
Jeder Mensch hat so eine Grundstruktur. Das gilt aber auch für andere Gewohnheiten : Wenn Robin denselben Weg zur Arbeit fährt, wie sie es bisher immer getan hast, wird sie ankommen. Sie hat ein Gefühl dafür entwickelt, wie lange sie für ihren Arbeitsweg brauchen wird. Autopilot eingeschaltet und fertig. Das gibt Struktur und somit Sicherheit. Wir suchen immer nach Erklärungen für Dinge, die uns widerfahren.
Auf diese Weise können wir sie einordnen und werden handlungsfähig. Solange wir nicht wissen, wie wir zu einer Sache stehen, können wir nicht adäquat darauf reagieren.