Demobilisierung psychologie

Die Hauptabteilung Friedenssicherungseinsätze eng. Department of Peacekeeping Operations - DPKO wurde gegründet und leitet im Namen des UN-Generalsekretärs die von den Mitgliedsländern bereitgestellten Friedenstruppen der Vereinten Nationen bei Beobachtermissionen und Friedensmissionen. In das Mandat der UN-Peacekeeping-Operationen fällt auch die Entwaffnung, Demobilisierung und Wiedereingliederung von Kämpferinnen und Kämpfern.

Disarmament, Demobilisation and Reintegration. Entwaffnung, Demobilisierung und Wiedereingliederung ist ein Prozess, der Männer, Frauen aber auch Kinder, die als Kämpferinnen und Kämpfer in militärischen Strukturen in einem bewaffneten Konflikt mitgemacht haben, aus eben diesen herausgelöst und in ein ziviles Leben besonders auch ziviles Erwerbsleben zurückführt.

Je nach Konflikt und Land können diese Prozesse sehr unterschiedlich ausfallen. Land, seine Konflikt- Geschichte, seine Kultur und Ökonomie angepasst werden. Problematisch wird es, wenn es an den entsprechenden Analysen mangelt und das Verständnis für diese Rahmenbedingungen fehlt. Disarmament Entwaffnung : Bei diesem in der Regel ersten Schritt geben die Kämpferinnen und Kämpfer die Waffen ab.

Dies passiert zumeist in speziell dafür vorgesehenen und vorbereiteten Zentren, z. Allerdings schafft die Entwaffnung keinesfalls automatisch Sicherheit. So kann sie auch zu einer Verschlechterung der Sicherheitslage führen, wenn z. Demobilisation Demobilisierung : Demobilisierung bedeutet die formale Entlassung der Kämpferinnen und Kämpfer sowie die Auflösung der militärischen Strukturen.

Oft besiegelt ein formales Dokument den Schnitt zwischen dem militärischen und dem zivilen Leben. Dies ist jedoch erst der Anfang eines viel längeren Prozesses, der vor allem in den Köpfen der Betroffenen vollendet werden muss. In der Phase der Demobilisierung erhalten die Menschen oft medizinische oder psychologische Betreuung sowie erste materielle Unterstützung durch Essen, Kleidung und Alltagsgegenstände.

Die Demobilisierungsstellen führen Gespräche, halten Vorträge und erfassen Daten. Dies führt zur letzten Phase, der Reintegration. Reintegration Wiedereingliederung : Reintegration ist ein mittel- bis langfristiger Prozess mit Ausbildungsabschnitten, Einkommenserwerb und auch Bargeldzuwendungen. All dies dient dazu das Potenzial der ehemaligen Kämpferinnen und Kämpfer sowie deren Familien zur wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wiedereingliederung zu erhöhen.

Die sozioökonomische Reintegration ist ein sehr anspruchsvoller und schwieriger Weg, weil Postkonfliktländer oft nur über sehr schwache Wirtschaftsstrukturen verfügen, etwa wenn viel Infrastruktur zerstört wurde und die wirtschaftliche Entwicklung zum Erliegen kam. Manche Kämpferinnen und Kämpfer sind gesellschaftlich stigmatisiert, weil sie Gräueltaten an der Bevölkerung begangen haben.

Bei der sozioökonomischen Reintegration geht es also um die Bereiche: Physische und psychische Gesundheit, An- und Einpassung an bzw. Bei der politischen Reintegration steht der Zugang zu politischen Willensbildungs prozessen im Mittelpunkt. Sie umfasst nicht nur die Durchführung von Wahlen, sondern auch insgesamt die Teilhabe an gesellschaftlichen Gestaltungsprozessen wie Parteiarbeit, Mitwirkung in der Zivilgesellschaft oder bei unterschiedlichen Entscheidungsprozessen in der Gemeinschaft.

Die Entwaffnung, Demobilisierung und Wiedereingliederung ist also keineswegs eine einfache Abfolge von technischen Schritten, die die ehemaligen Kämpferinnen und Kämpfer durchlaufen. Sie setzen sich z. Bellaterra: School for a Culture of Peace, Bellaterra: School for a Culture of Peace.